Prävention
Hantavirus-Prävention und Nagerbekämpfung
Hantavirus erreicht Menschen meist, wenn sie Staub einatmen, der mit Urin, Kot oder Speichel von Nagetieren verunreinigt ist. Vorbeugung bedeutet: Nagetiere fernhalten, sicher reinigen und nach hohem Expositionsrisiko schnell handeln.
1. Sichern Sie Ihr Haus und Nebengebäude gegen Nagetiere
- ▪Verschließen Sie Löcher, die größer als 6 mm sind, rund um Fundamente, Lüftungsschächte, Rohrdurchführungen und Dachlinien. Verwenden Sie dazu Stahlwolle in Kombination mit Dichtungsmasse, Maschendraht oder Blech.
- ▪Lagern Sie Lebensmittel, Tierfutter und Getreide in nagetiersicheren Behältern mit dicht schließenden Deckeln.
- ▪Fangen Sie Mäuse und Ratten mit Schlagfallen. Vermeiden Sie in Gebieten mit Hantavirus-Verdacht Lebendfallen und Klebefallen, da diese den Kontakt zum Menschen verlängern.
- ▪Entfernen Sie Gestrüpp, Holzstapel, Gerümpel und hohes Gras in einem Umkreis von 30 Metern um Gebäude, da diese als Versteck und Nistplatz dienen.
- ▪Untersuchen Sie Hütten, Schuppen, Scheunen und Garagen auf frischen Kot, Nagespuren oder Nester, bevor Sie dort fegen oder gelagerte Gegenstände bewegen.
2. Reinigen Sie kontaminierte Bereiche sicher
Beim Fegen oder Staubsaugen von trockenen Nagerhinterlassenschaften entsteht einatembarer Staub, der Hantaviren übertragen kann. Feuchten Sie den Bereich vor der Reinigung immer zuerst an.
- Lüften Sie den geschlossenen Raum vor dem Betreten mindestens 30 Minuten lang, indem Sie Türen und Fenster öffnen.
- Tragen Sie wasserdichte Handschuhe, eine Atemschutzmaske (N95, FFP2 oder höher), eine Schutzbrille und Einweg-Überschuhe.
- Besprühen Sie Kot, Nester und tote Nagetiere mit einer 1:10-Haushaltsbleichmittellösung (ein Teil Bleichmittel auf neun Teile Wasser) oder einem behördlich zugelassenen Desinfektionsmittel. Lassen Sie es mindestens fünf Minuten einwirken.
- Wischen Sie alles mit Papiertüchern auf und geben Sie das gesamte Material – einschließlich der Tücher und eventueller Nagetiere – in einen verschlossenen Plastikbeutel. Legen Sie diesen in einen zweiten verschlossenen Beutel und entsorgen Sie ihn über den Hausmüll.
- Wischen Sie die umliegenden Böden und Oberflächen mit dem Desinfektionsmittel feucht ab. Bitte nicht staubsaugen oder trocken fegen.
- Waschen Sie die Handschuhe vor dem Ausziehen, nehmen Sie sie dann ab und waschen Sie sich die Hände gründlich mit Wasser und Seife.
3. Reduzieren Sie das Risiko bei Aktivitäten im Freien
- ▪Schlagen Sie Zelte auf nagetierfreiem Boden auf; vermeiden Sie es, in bekannten Endemiegebieten auf nacktem Erdboden zu schlafen.
- ▪Bewahren Sie Lebensmittel beim Campen in fest verschlossenen Behältern auf und hängen Sie den Müll erhöht auf.
- ▪Forstarbeiter, Landwirte, Schädlingsbekämpfer und Militärpersonal in Endemiegebieten sollten die Atemschutzprogramme ihrer Arbeitgeber befolgen.
- ▪Personen, die Ratten als Haustiere halten, sollten die nationalen Empfehlungen (z. B. CDC, RKI) zum Seoul-Virus-Screening beachten.
Bei einer möglichen Exposition
Die Symptome treten typischerweise 1 bis 8 Wochen nach der Exposition auf. Da die ersten Anzeichen unspezifisch sind (Fieber, Müdigkeit, Muskelschmerzen), sollten Sie jeden Arzt, den Sie aufsuchen, über Ihren potenziellen Kontakt zu Nagetieren oder Hausratten informieren.
Wenn Atembeschwerden, anhaltend hohes Fieber oder plötzliche starke Rückenschmerzen auftreten, suchen Sie sofort eine Notaufnahme auf. Das Überleben bei HCPS hängt von einer schnellen intensivmedizinischen Versorgung ab.
Bei einer Mensch-zu-Mensch-Exposition mit dem Andes-Virus (enger Kontakt im Haushalt zu einem bestätigten Fall) sind die Anweisungen der Gesundheitsbehörden zur Isolation und aktiven Überwachung zu befolgen.
Quellen: Empfehlungen der US-amerikanischen CDC zur Hantavirus-Prävention, ECDC-Faktenblatt, Richtlinien der WHO und der PAHO für Ausbrüche.
Haftungsausschluss: Die Informationen dienen nur zu Bildungszwecken. Verbindliche Richtlinien für Ihre Region werden von den zuständigen örtlichen Gesundheitsbehörden (z. B. Gesundheitsämtern) herausgegeben.